Nach der zweiten Nacht in Santa Cruz sind wir den Highway #1 runtergecruist nach Monterey. Wie bereits von unseren Cruzer-Freunden vorausgesagt, war hier alles ziemlich tote Hose, was dazu geführt hat, dass wir nur eine Stunde geblieben sind. Carmel (anscheinend der teuerste Ort an der Westküste) war dann auch ziemlich schnell von der Liste gestrichen und dann war plötzlich die Aussicht da. Die unendlichen Weiten des Pazifiks erstreckten sich auf unserer Rechten und hunderte Fotos wurden geschossen. Jedem einzelnen Individuum auf der Welt sei geraten, diese Strecke einmal im Leben zu bestreiten, egal mit welchem Fahrzeug. Hauptsache, man hat Haltemöglichkeiten. Und genug Benzin dabei.Irgendwann in der Dunkelheit haben wir dann erschöpft, aber mit grosser Genugtuung San Luis Obispo erreicht, wo wir uns in einem Hotel einquartiert haben.
Am nächsten Tag ging's zügig weiter nach Santa Barbara, was sich ebenfalls als Traumdestination herausstellte. Der Strand hier war phänomenal. Phänomenal. Die neue Definition des Wortes "phänomenal" lautet Santa Barbara. Einfach alles hier hat gestimmt. Downtown, der Strand, die Leute, das Wetter. Der einzige Nachteil war, dass es nur so von Schweizern wimmelte. Also, von Komischen.
Am lustigsten äusserte sich dies, als wir am Strand lagen und neben uns ein Girl mit einer Tasche von der EF (Education First), sich in der Sonne räkelte. Wir vermuteten dann irgendwann irgendwie, dass sie Schweizerin sein könnte und machten Andeutungen wie "Wennd ois verstahsch, gib ois es Zeiche". Als dann nichts zurückkam, lockerte sich unser Mundwerk und wir plauderten bei mittelstarkem Pazifikfön über Gott, das Girl und die Welt. Eine halbe Stunde später stand sie auf, lief die 5 Meter zu uns und meinte "Chönder schnäll uf mis Züg ufpasse? Ich muen uf's WC." Wir mussten dann ziemlich schnell abhauen, nachdem sie zurück war, da uns dieser Satz 1. ziemlich irritiert hat und 2. wir nicht über Kaffeekränzchen-Themen geplaudert haben.
Im Hostel am Abend haben wir ein paar Deutsche kennengelernt, mit welchen wir dann ein paar Vodkashots in uns hineinleerten und dann Disneysongs trällerten. Für so was geht man also nach Kalifornien. Aber eben, der Vodka.
Nach Santa Barbara hiess die nächste Destination "Six Flags Magic Mountain". Und ehrlich Leute, so was erlebt man nur in Amerika. Nach Tatsu und X2 könnt ihr mir mit jeder Attraktion, welche Kotzpotential hat, kommen. Ich überleb sie alle. Silverstar? Kinderfahrt.
Am selben Abend fuhren wir voller Erwartungen nach Hollywood. Aber aufgrund bedrückender Müdigkeit und ziemlich professionellen Obdachlosen war der Glanz & Glamour ein bisschen enttäuschend. Wir schliefen dann in einem ziemlichen Loch, wo wir am nächsten Morgen nur noch weg wollten, da ziemlich schäbig.
In West Hollywood fanden wir dann ein ziemlich nices Hostel, wo wir zuerst mit einem schwulen Inder einquartiert wurden (n/h). Spontan wie wir sind, tauschten wir das Zimmer(n/h, wobei das h für homophobia steht) und zogen mit 3 Belgiern in einen Schlag ein. Ziemlich schnell wurden wir mehr oder weniger gute Freunde, was sich dann aber wieder ein bisschen legte, als Charlotte nach 3 Gläsern Wein die ganze Toilette mit einer Körperflüssigkeit vollspritzte. Oben raus, nicht unten.
Die nächsten L.A. Tage waren geprägt von Touristenattraktionen wie dem Hollywood Sign, den Universal Studios (Simpsons Ride!!!) und Clubbing. In einer Hummerlimousine vorgefahren, versteht sich. Das Sex Quiz, an welchem wir im Hostel teilnahmen, konnte aufgrund fehlender (Semi-)Allgemeinbildung und der langsamen Wikipedia-Internet-Verbindung nicht gewonnen werden. Der Belgier verstand sowieso nix und Oubie regte sich eben über das Internet auf. Gewonnen haben wir leider einen spanischen Tennisspieler ohne "l", ausser das Wissen, dass die Vagina neben dem Auge das einzige sich selbst reinigende Organ ist.

Unsere belgischen Freunde waren dann ziemlich böse, als wir sie am Venice Beach alleine liessen und sie am Abend den Bus nehmen mussten, anstatt unser Auto, aber hey! Wir haben's nicht mit Absicht gemacht. Wir hatten anderes zu tun.
Nach L.A. hiess es dann Vegas, we're coming, wo Oubie dann krank wurde und wir den 4th of july vom Hostel aus verfolgen mussten. Am nächsten Tag haben wir uns dann im Mandalay Bay im 60. Stock einquartiert, sind den Strip rauf- und runtergelaufen und sassen an den Pokertisch. Während Oubie leider sein Geld verspielt hat, durfte ich meine 150$ kurz verdreifachen, bin aber mit dem Anfangseinsatz wieder raus. Morgen ist schliesslich ein neuer Tag und Vegas schläft nie.
Die Hälfte ist also geschafft und wir haben Millionen Sachen erlebt. Von ignoranten Schweizern, über kotzende Oubies, bis hin zu wütenden Belgiern. Was noch auf uns zukommt, steht in den Sternen. So long, ich muss schlafen. Gute Nacht und viel Liebe nach Zürich. Ich brauch keine Liebe, ich krieg sie genug von den Amis (n/h).
Die Hälfte ist also geschafft und wir haben Millionen Sachen erlebt. Von ignoranten Schweizern, über kotzende Oubies, bis hin zu wütenden Belgiern. Was noch auf uns zukommt, steht in den Sternen. So long, ich muss schlafen. Gute Nacht und viel Liebe nach Zürich. Ich brauch keine Liebe, ich krieg sie genug von den Amis (n/h).
See y'all in two weeks,
die Calikanaks.
PS: <25°, was ist das?




